2. Station „…Bruder Sonne…“
Daneggerstraße 9, 2620 Neunkirchen
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Strophe zum Anhören: Der Sonnengesang- Sonne
Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne;
er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
dein Sinnbild, o Höchster.
Gedanken
Das erste Geschöpf, das Franziskus preist, ist die Sonne. Ohne sie gäbe es kein Leben, gäbe es keinen Tag, keine Zukunft. Sie ist das Licht, das Gott geschaffen hat, um alles zu erhellen und mit Lebenskraft zu erfüllen.
Vor allem aber ist sie ein Sinnbild für Christus, dem wahren Licht, das die Dunkelheit des Todes und der Sünde ein für alle Mal besiegt hat. Wie wir mit bloßem Auge die Sonne nicht betrachten können, so kann der Mensch Gott nicht fassen: „Und schön ist er und strahlend in großem Glanz, dein Sinnbild, o Höchster.“ Wie schön ist Gott für uns!
Eine kurze Randbemerkung: Interessant, dass die Sonne im grammatischen Geschlecht im Deutschen weiblich ist, da sie in den meisten Sprachen männlich ist!
Das Licht erstrahlt den Menschen. Am Anfang seiner Bekehrung hat Franziskus den Herrn gebeten, dass er ihm die Dunkelheit seines Herzens erhellen möge. Franziskus erkennt in der Gegenwart des Herrn seine Unzulänglichkeiten: Gegenüber Gott, gegenüber sich selbst, gegenüber den Mitmenschen, gegenüber der Schöpfung.
Kurze Impulsfragen:
- Wo muss das Licht der Gnade des Herrn mich noch erleuchten?
- Wo habe ich mich vor Gott, vor mir selbst, vor den Mitmenschen oder der Schöpfung versperrt?
- Betrachte ich mein Leben eher mit einem Blick der Verurteilung oder doch in der Liebe Gottes, die mich erschaffen hat und mich erhält?
Flyer Übersicht Sonnengesangsweg
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