Der Neunkirchner Sonnengesangsweg
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Einführende Gedanken
Seit 1631 wirken die Minoriten in der Pfarre Neunkirchen. Also schon seit fast 400 Jahren.
In diesen Jahren gedenken wir vieler franziskanischer Jubiläen, unter anderem die Fertigstellung des Sonnengesangs im Jahr 1225.
In diesem Hymnus betrachtet der Ordensgründer der Minoriten die Schöpfung. Sie ist für ihn ein Spiegel, um Gott zu erkennen und seine Gegenwart wahrzunehmen. Das führt ihn dazu, Gott zu preisen. Franziskus erkennt sich als Teil eines großen Heils– und Liebesplanes Gottes.
Von der Sonne, Sinnbild für Jesus Christus, das wahre Licht der Welt, ausgehend, beginnt der Heilige aus Assisi die himmlischen Sphären und das Irrdische zu betrachten und zu begreifen, wie alles ein Hinweis auf den Schöpfer sein kann. Sogar „Bruder Tod“: Es ist das erste Mal, dass ein Mensch Gott für den Tod preist. Denn Franziskus begreift: Wir brauchen uns nicht vor dem Ende des Lebens fürchten, weil durch Jesu Auferstehung uns das Ewige Leben geschenkt ist.
In 12 Stationen, ausgehend von der Gartenstadt, haben wir als Pfarre und Ordensgemeinschaft, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden unserer Pfarre (Neunkirchen, Natschbach-Loipersbach, Wartmannstetten), einen Weg hin zu unserer Stadt- und Wallfahrtskirche aufgestellt.
Die Glastafeln, nach Vorlagen von Gerhard Motsch von den Glaswerkstätten Stift Schlierbach gefertigt, sollen durch ihre farbliche Gestaltung den Inhalt der einzelnen Strophen in einer weiteren Dimension begreifbar machen, vermitteln. Sie laden ein, dem Schöpfungslied von Franz von Assisi im Zusammenspiel von Bild und Text meditativ nachzuspüren.
Der Sonnengesang selbst
Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre
und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne;
er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
dein Sinnbild, o Höchster.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
hell leuchtend und kostbar und schön.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteren Himmel und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns ernährt und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.
Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.
Lobt und preist meinen Herr
und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.
Der Sonnengesang zum Anhören
Wir haben hier von YouTube drei Lieder des Sonnengesangs zum Anhören eingefügt.
Auf Deutsch
(die bekannte deutsche Fassung ist keine genaue Übersetzung vom italienische Originaltext!)
Sonnengesang „Höchster, allmächtiger und guter Herr“ (Kurzfassung)
Sonnengesang „Höchster, allmächtiger und guter Herr“ (Langfassung – alle Strophen)
Einen herzlichen Dank an Pfarrer Dr. Joachim Koffler, der uns die Erlaubnis erteilt hat, sein Lied bei den einzelnen Stationen anhören zu können (https://www.youtube.com/@JoeHollywonderful)
Sonnengesang von Branduardi
(lehnt sich sehr an den Originaltext an!)
Video mit Orginaltext auf Italienisch mit Deutscher Übersetzung
Die Sponsoren
Ein herzlichen Dank für die Unterstützung beim Neunkirchner Sonnengesangsweg:
