Unter diesem Titel lud uns am 12. November Herr Magister Manfred Zeller im Rahmen der Erwachsenenbildung zu einem Rundgang der besonderen Art in unsere Kirche ein. Wir wurden aufgefordert nach biblischen Bezügen und Darstellungen innerhalb unseres Kirchengebäudes zu suchen. Zahlreiche Menschen hatten sich eingefunden und ließen ihre Blicke durch den Raum wandern.
Es ist schon eigenartig, da geht man jahrzehntelang mindestens einmal pro Woche in eine Kirche, glaubt sie zu kennen und merkt plötzlich, dass sich da ein Fülle auftut, die man bestenfalls geahnt, aber nie richtig wahrgenommen hat. So „erwanderten “ wir in Begleitung des Referenten unsere Kirche, erfuhren, dass nicht alle Kreuzwegstationen biblische Szenen darstellen. Auch der Aufgang zur Kanzel wurde neu in den Blick genommen, dabei begegneten uns Darstellungen aus dem Alten Testament. Wir erfuhren Neues über Engel ,Erzengel, Schutzengel, Seraphim und Cherubim, und näherten uns allmählich dem Altar, dem Taufbecken und der Osterkerze mit ihren zahlreichen Symbolen. Schließlich verweilten wir lange vor dem Hochaltar und dem Tabernakel bis hin zu den Schlusssteinen im Deckengewölbe.
So begann der Raum allmählich zu erzählen, ohne Worte, einfach in seiner Gestaltung, von dieser anderen Welt, die heute von Menschen so gerne als nicht existent beiseite geschoben wird und die, auch wieder mit biblischen Bildern als das himmlische Jerusalem und das Reich Gottes beschrieben wird!
Obwohl die Novemberkälte uns in diesen eineinhalb Stunden auf eine harte Probe stellte, blieben doch sehr viele bis zum Schluss. Nachdenklich und staunend gingen wir schließlich nach Hause, mit einem reichen Schatz an Eindrücken von unserer Kirche, der schon immer da war, aber von unseren rastlosen Augen meist übersehen wurde. Herr Mag. Zeller hat uns den Blick wieder geöffnet, herzlichen Dank dafür!
