Gebetstreffen Auszeit

In unserem gestrigen Gebetstreffen (Fr. 27.2.2026) haben wir uns mit zwei weiteren Weisheitssprüchen des hl. Franzisus beschäftigt: Es ging um Neid und Feindesliebe.

Beim Thema Neid haben wir daran gedacht, wie dieser einen von innen aufreibt. Um den Neid zu überwinden, muss der Blick auf das Gute, das Gott in unserem Leben bewirkt und uns geschenkt hat, gerichet werden. Ein kleines Wortspiel – Neid rückwärtsgelesen wird plötzlich zu „dien“: Das Leben des anderen kann mir dienlich sein, meinen Blick zu ändern. Nicht Neid, sondern Dankbarkeit und Anerkennung. Diene dem anderen durch eine positive Lebensart und nicht den anderen das Leben durch Neid erschweren! Zum besseren Verständnis haben wir dann die Geschichte der beiden Freunde gelesen, die in der Wüste gehen: Nach einem Streit schrieb der eine etwas in den Sand, nach der rettenden Tat ritzte er es auf einen Stein. Wir waren eingeladen, in den Sand zu schreiben, was wir beneiden. Mit dem verwischen im Sand wollten wir gleichsam ausdrücken, dass wir das überwinden wollen!
Die Feindesliebe mit dem Blick auf Jesus überwinden. Dabei waren wir eingeladen, über jemanden nachzudenken, der uns feindlich gesinnt ist, der unser Leben schwer macht. Dabei sollten wir besonders die Gefühle erkennen, die diese Person in uns auslöst. Mit dem Bild der Person vor Augen und den Gefühlen sollten wir nun auf Christus am San Damiano-Kreuz blicken. Er lädt uns ein, einen erneuerten Blick zu haben und auch den anderen neu zu betrachten!