7. Station „…Durch Mutter Erde…“
Herrngasse 7, 2620 Neunkirchen
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Strophe zum Anhören: Der Sonnengesang-Erde
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns ernährt und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.
Gedanken
Franziskus nennt die Erde Mutter – der Lebensraum, der uns das Leben ermöglicht, der uns zur Verfügung stellt, was wir zum Leben brauchen. Die Beziehung zur Mutter ist immer etwas Besonderes – besonders herzlich, in manchen Fällen aber auch besonders schmerzhaft und schwierig.
Im sogenannten fünften Eucharistischen Hochgebet betet der Priester: „Sein – also Christi – Leben und seine Botschaft lehren uns, dass du für deine Kinder sorgst wie ein guter Vater und eine liebende Mutter.“ Gott sorgt für uns – auch durch das, was uns die Erde hervorbringt.
Die Erde bringt Früchte hervor – durch alles, was auf ihr wächst und das Gott uns in seiner Güte schenkt, kann der Mensch reifen, sich stärken, wachsen und zu Kräften kommen, aber auch sich heilen und wieder auf die Beine kommen. Wie es im Verlauf der Geschichte wohl war, als der Mensch gelernt hat, was ihm gut tut, was er meiden muss. Diese Unterscheidung ist nicht vorbei. Es kommt immer wieder zu neuen Erfahrungen, die uns lehren, was uns zum Leben nutzt, was hingegen gefährlich ist und vermieden werden muss!
Paulus schreibt deshalb im Römerbrief: „Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene!“ Wir wollen jetzt nachdenken, inwieweit wir wirklich über unser Leben nachdenken. Ob wir wirklich prüfen, was uns guttut und uns zur Vollkommenheit führt. Gleichzeitig wollen wir, wenn auch diese Erfahrung etwas schmerzlich sein kann, erkennen, wo wir immer wieder die gleichen Fehler machen und uns unangenehme Spannung ins Leben bringen. Wichtig wird dabei sein, ehrlich uns anzublicken.
Franziskus macht die Erfahrung eines Gottes, der ihn von innen heraus heilen will – auch durch die Schöpfung, die jeden Menschen umgibt!
Kurze Impulsfragen:
- Wie schaut unser Verhältnis zu Gott aus, aber auch zu unseren eigenen Eltern?
- Was hat uns geprägt bzw. prägt uns noch?
- Woran nagen wir und was verdanken wir unseren Eltern, aber vor allem Gott?
Flyer Übersicht Sonnengesangsweg
Bei dieser Stationen danken wir folgendem Sponsor:
