5. Sation „…durch Wasser…“


 

Stadtparkpark Richtung Raimundweg
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Strophe zum Anhören: Der Sonnengesang-Wasser

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gedanken

Ohne Wasser gibt es ein Leben. Wir brauchen es für unser Leben. Ohne die Taufe gibt es kein spirituelles Leben und Aufnahme in die Kirche. Das Wasser erinnert an das Sakrament der Taufe, aber auch an das Sakrament der Beichte in seinem reinigenden Element. Beide Sakramente sind Grundpfeiler unserer Beziehung zu Gott und helfen uns, unseren Glauben offen und ehrlich zu leben!

Stille Wasser sind tief, sagt man. Bei einem klaren Wasser ist es egal, wie tief es ist. Man kann vieles in ihm erkennen. Folgende Gesicht soll uns helfen, dieses Bild besser zu greifen:

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn:
 „Welchen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“

Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern:

„Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“

Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf:

„Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“

Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selber!“

Der Mönch sprach:

„Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selber! Und nun wartet noch eine Weile.“

Nach einer Weile sagte der Mönch erneut: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“

Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“

Die Taufe, das Wasser, das uns von der Urschuld reinigt, soll uns helfen, den richtigen Blick auf unser Leben zu finden. Wir wollen in einem Moment der Stille begreifen, wer wir sind, wie Gott uns erschaffen hat, wofür wir alles dankbar sein können und wo wir wiederum aufs Neue durch die Taufgnade etwas in unserem Leben verändern sollen.

 

Kurze Impulsfragen:

  • Spüre ich die Liebe Gottes in mir?
  • Kann ich für andere wie erfrischendes Wasser sein, das Lebensfreude schenkt?
  • Wo habe ich mich verrannt und brauche eine Veränderung bzw. Umkehr?

 

Flyer Übersicht Sonnengesangsweg

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