10. Station „…Lobt und Preist…“


 

Stadtpfarrkirche Missionskreuz, 2620 Neunkirchen
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Strophe zum Anhören: Der Sonnengesang-Schlussrefrain 

Lobt und preist meinen Herrn
und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

Gedanken

Mit einem Lobpreis hat Franziskus den Sonnengesang begonnen, mit eben diesem beendet er den Hymnus. 

Franziskus lädt alle Geschöpfe zum Preisen ein. Durch das Betrachten der Schöpfung soll jeder Mensch erkennen, wer alles erschaffen hat, wer es uns anvertraut und wer es zur Vollendung führen wird. Aus dem Loben und Preisen soll auch Demut entstehen: Von der Erde sind wir genommen und wir sind vergänglich. Doch Gott hat uns, gerade auch durch die Taufe, zur Ewigkeit berufen. Was ich bin, ist nicht der Vergangenheit und dem Vergessen geweiht, sondern für die Unvergänglichkeit bestimmt. Der Traum vom ewigen Leben ist keine Utopie: Zwar werden wir durch den Tod diesen Lebensraum verlassen müssen, aber wir gehen über zum ewigen Leben, zur Vollendung dessen, was Gott geschaffen hat!

Franziskus hat uns mit dem Sonnengesang nicht nur ein schönes Schriftstück der Poesie hinterlassen. Er hat uns damit gelehrt, unsere Sinne zu schärfen und nicht blind-taub-gefühllos durch die Zeit zu gehen. Nützen wir diesen Neunkirchner Sonnengesangsweg, um bewusst unser Leben zu betrachten und zu gestalten. Loben wir Gott für alles, was er uns schenkt. Nicht nur für das Schöne, das Freudige und das Nützliche. Auch für das Beschwerliche, das Niederdrückende und das Enttäuschende: Denn in diesem Erleben dürfen wir erkennen, dass wir nicht allein sind, sondern Teil eines großen Ganzen – der Schöpfung. So schreibt Paulus im Römerbrief (Röm 8,19-25): Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden. (Röm 3,24; 1Kor 1,30; 2Kor 5,2)
Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Denn wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.

 

Kurze Impulsfragen:

  • Wofür möchte ich Gott in meinem Leben preisen, loben oder danken?
  • Fühle ich mich in schweren Momenten getragen und geborgen?
  • Wie könnte mein Sonnengesang aussehen?

 

Flyer Übersicht Sonnengesangsweg

 

Bei dieser Stationen danken wir folgendem Sponsor: